Wir über uns / Firmengeschichte Osmose an GFK-Booten

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Osmose

Solartechnik Aus unserer Tätigkeit

Vorbeugung

Bläschenbildung am Bootskörper?

Vorsicht, nicht jede Blase bedeutet Osmosegefahr! Wir bieten Ihnen eine fachkundige Beratung vor Ort.

Jede nicht fachgerechte Reparatur stellt ein hohes Sicherheitsrisiko dar. In einem fortgeschrittenen Stadium der Osmose ist die Strukturfestigkeit des Bootskörpers soweit geschwächt, dass die Gefahr eines Materialschadens oder eines Lecks im Bootskörper besteht. Dieses Risiko wird von vielen Eignern häufig unterschätzt.

Als Fachfirma führen wir Sanierungen von Unterwasserschiffen mit Osmosebefall aus und können dabei auf unsere zehnjährigen Erfahrungen zurückgreifen.

Wir sind Ihnen kompetente Berater!


Reparaturen

Bilder der Instandsetzung

Osmosebehandlung

Das Bild zeigt das teilweise abgeschälte Unterwasserschiff. 

Fertiges Unterwasserschiff

Saniertes Unterwasserschiff nach der Behandlung.


Theorie

Was ist Osmose?

In den Naturwissenschaften wird ein physikalischer Ausgleichsprozess, in dessen Verlauf sich Teilchen (Atome, Moleküle, etc.) infolge ihrer Wärmebewegung von Orten höherer zu solchen niederer Konzentration bewegen, als Diffusion bezeichnet. Treten diese Teilchen während dieses Ausgleichsprozesses durch eine spezielle Trennschicht (halbdurchlässige, oder auch semipermeable Membran) hindurch, wird der Vorgang dann nicht mehr Diffusion sondern Osmose genannt.

Skizze Osmose: die blauen Wassermoleküle diffundieren durch die rote halbdurchlässige Membran.

Durch die Trennschicht können nur die kleineren Moleküle einer Lösung hindurch, nicht aber die größeren Moleküle oder Ionen. Die höher konzentrierte Lösung wird solange verdünnt, bis die Konzentration der Lösung auf beiden Seiten der Trennmembran gleich groß ist. Da sich aber während der Osmose Teilchen in einen geschlossenen Raum hineinbewegt haben, tritt als Randerscheinung auf einer Seite der Trennschicht ein hydrostatischer Überdruck, der sogenannte osmotische Druck, auf.


Praxis

Was bedeutet Osmose für Ihr Boot?

Osmose ist in Bezug auf Ihr GFK-Boot durchaus interessant. GFK (Glasfaserverbundkunststoff) ist ein mit Polyesterharzen verstärktes Glasfasergeflecht, welches beim Aushärten zu einem sehr strapazierfähigem Kunststoff wird.

Beim Herstellungsprozess werden kleine Luftbläschen eingeschlossen, bzw. bilden sich beim Aushärten des Polyesterharzes. Es entstehen also kleinste Hohlräume mit einer sehr geringen Wasserkonzentration. Ist das Boot dann zu Wasser gelassen, befindet sich auf der Außenseite eine deutlich höhere Konzentration an Wassermolekülen. Die polierte elastische Außenhaut des GFK-Bootes, auch Gelcoat genannt, und die darunterliegenden Laminatschichten fungieren in diesem Fall als Trennschicht. Die Wassermoleküle dringen nun durch die Trennschichten in die kleinen Hohlräume ein und erhöhen so den hydrostatischen respektive osmotischen Druck.

Die elastische Gelcoat und die darunterliegende Laminatschicht werden nach außen gedrückt. In den befallenen Bereichen bilden sich sichtbare Bläschen (siehe Abbildung) und es kann eine Schwächung der Bootsstruktur auftreten.

Osmoseschaden am GFK-Unterwasserschiff

Je wärmer das umgebende Wasser ist und um so niedriger seine Dichte, desto höher ist Osmose. Die Osmosegefahr ist im Mittelmeer etwa doppelt so hoch wie in der Ostsee, in der Karibik sogar viermal so groß.